Sicherheitsrisiko: Innenminister Herbert Reul, bitte vom Rosenmontagszug fernbleiben!

Seit bekannt geworden ist, dass der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul beabsichtigt, am Rosenmontag auf dem Wagen der Roten Funken mitzufahren, hagelt es Kritik. Insbesondere provoziert seine Teilnahme Erwachsene und Jugendliche, die sich seit Monaten für den Klimaschutz und gegen Umweltzerstörung, z. B. durch den Kohleabbau, einsetzen. Viele Klimaschützer*innen möchten die aus ihrer Sicht überflüssige Provokation nicht hinnehmen und drohen damit, den Kölner Rosenmontagszug zu boykottieren – einige wenige sprachen sich sogar für Sabotage-Aktionen aus. Das Risiko besteht, dass der Zug sich massiv verzögert oder gar abgebrochen werden muss. Damit stellt Innenminister Herbert Reul selbst ein Sicherheitsrisiko für den Rosenmontagszug dar und sollte von sich aus seine Teilnahme absagen.

Lisa Gerlach, Mitglied des Rates, appelliert: „Als Innenminister sind Sie, Herbert Reul, für die Sicherheit am Rosenmontag zuständig. Ein dickes Polizeiaufgebot, um ihr Strüßjer-Werfen abzusichern?  Leev Jeckinnen und Jecke, dafür wolln mir nit parat stonn! Und unsere Steuermittel erst recht nicht”.

Daher appellieren wir an den Innenminister, seiner Verantwortung gerecht zu werden und einzusehen, dass seine Teilnahme den Rosenmontagszug gefährden oder zumindest stören könnte. Herr Reul, bitte verzichten Sie in Anbetracht der aufgeheizten Situation und des Sicherheitsrisikos daher auf Ihre Teilnahme beim Zug und bleiben Sie fern!

2 Kommentare

    • Mike Paunovich on 1. März 2019 at 15:34
    • Antworten

    Sagt mal, wo leben wir hier eigentlich? Genau wie jeder andere auch hat Herr Reul das Recht, am Rosenmontagszug teilzunehmen, wenn er eingeladen wird! Und ob er das tut oder nicht, das entscheidet er selbst und nicht irgendeine Rats-Splittergruppe!

    Es ist schlimm genug, dass gewaltbereite “Aktivisten” und Chaoten bereits angekündigt haben, den Zoch zu blockieren und/oder den Minister mit “Wurfmaterial” zu attackieren, nur weil ihnen die Teilnahme des Ministers nicht passt.

    Ein Skandal ist es, dass eine Rats-Splittergruppe nun anstatt sich davon eindeutig zu distanzieren, den Minister dazu aufruft, dem Zoch fern zu bleiben. Und das angeblich im Namen der Jecken.

    Wer die Teilnahme eines Innenministers am Zoch als “Provokation” empfindet, der sollte sich einmal ernsthaft über sein persönliches Demokratieverständnis Gedanken machen, denn da liegt offensichtlich etwas im argen!

    1. Hallo Mike Paunovich,

      wir leben in Köln.
      Ja, Herr Reul hat wie jeder auch das Recht an dem Umzug teil zu nehmen. Die Ratsgruppe BUNT hat ja auch nicht entschieden, dass er nicht teilnehmen darf.
      In einer Demokratie muss man aushalten, dass jemand der in so einer Machtposition ist, die Polizei in unverhältnismäßiger Weise gegen Demonstranten auffahren läßt. Demonstranten, die Ihr verbrieftes Recht nutzen und versuchen den letzten Urwald Deutschlands vor einer Rodung zu bewahren. Seine Art der Vorgehensweise hat den Unmut unbescholtener Eltern, und Geschwister auf sich gezogen. Unter denen sind halt auch Jecken, die Ihren Spaß massiv eingeschränkt sehen, weil so eine Person auf Sie runter schaut, mit Wurfmaterial bewirft und dafür einen großen zusätzlichen Polizeischutz erforderlich macht. Da ist der Ärger sehr verständlich. Es stellt sich daher die Frage, ob dieses extra Aufgebot zur Sicherung eines Politikers und den damit verbundenen Kosten, die durch den Steuerzahler zu entrichten sind, im Verhältnis zum Spaß dieses Sicherheitsrisikos stehen, das auf dem Rosenmontagsumzug in Köln mit fährt.
      Es ist schon ein Skandal, dass man sich das gefallen lassen muss, wenn man eigentlich nur Spaß haben möchte.
      (BT)

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