BUNT begrüßt Initiative der Bundesregierung für fahrscheinlosen Nahverkehr

Wie steht die Stadt dazu, und welche Wirkungen hat der Fahrscheinlose Tag am 03. Juni 2018 in Köln?

Messstation des LANUV NRW an der Turiner Straße, Köln-Innenstadt.

Die Idee für einen fahrscheinlosen ÖPNV hat nun auch die Bundesregierung erreicht. Gleich in fünf Städte – u. a. Essen und Bonn – will sie laut Presseberichten testen, wie sich ein fahrscheinloser Personennahverkehr auf die Belastung der Luft mit Feinstaub und Stickoxide auswirkt. Die Bundesregierung rechnet ebenso wie wir damit, dass viele Menschen ihr Auto stehen lassen, wenn die Möglichkeit besteht, mit den Öffentlichen fahrscheinlos in die Stadt zu gelangen. Uns begeistert die Idee des umlagefinanzierten, fahrscheinlosen ÖPNV schon lange, deshalb haben wir im Stadtrat angeregt, einen fahrscheinfreien Tag in Köln einzuführen. Unserer damaligen Initiative sind die anderen Fraktionen und Gruppen gefolgt und auch die KVB zeigte sich offen. Deshalb wird der 03. Juni erstmals in Köln für alle fahrscheinfrei. Die Stadt sollte sich nun offen für die Initiative der Bundesregierung zeigen und rund um den 03. Juni 2018 zusätzliche Messungen der Luftbelastungen durchführen, damit die Auswirkungen des fahrscheinfreien Tag auf die Luftverschmutzung dokumentiert werden. Des Weiteren wollen wir wissen, wie die Stadt zur Initiative der Bundesregierung steht, welche Maßnahmen rund um den Fahrscheinlosen Tag geplant sind, und wie die Auswirkungen auf den Verkehr ausgewertet werden.

Entsprechende Anträge und Anfragen wird die Ratsgruppe BUNT in die Fachausschüsse einbringen.

Thomas Hegenbarth, Sprecher der Ratsgruppe BUNT, ist begeistert: „Dass unter den fünf ausgewählten Kommunen, in denen der fahscheinlose ÖPNV getestet werden soll, Köln nicht auftaucht, liegt auch an der zurückhaltenden Politik in der Domstadt. Das muss sich jetzt ändern. Die Stadt sollte poraktiv an die Bundesregierung herantreten und auf den fahrscheinfreien Tag hinweisen. Ich persönlich finde es auch befremdlich, wie die Grünen im Bund und Land hier agieren. Bedenkenträger gibt es doch schon genug. Liebe Grüne, man kann auch für beides sein: die blaue Plakette und den fahrscheinlosen Verkehr!”

Hintergrund:
Im Gegensatz etwa zu Bonn hinkt Köln mit Investitionen hinterher. Die Kölner Infrastruktur könnte so viele neue Fahrgäste momentan noch gar nicht tragen. Grund genug, jetzt endlich nachzubessern und in die Zukunft zu investieren. In Bonn leistete das öffentliche Netz zuletzt 35 Abfahrten pro 100 Einwohner je Werktag, Köln steht mit mickrigen 17 mit Duisburg auf einem Abstiegsplatz.

 

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